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Internationales Symposium: Data-Warehouse-Systeme und Knowledge-Discovery

Inhaltsverzeichnis

Die mittlerweile berühmt gewordene und vielfach zitierte Aussage We are drowning in data, but starving for knowledge! von John Naisbett gewinnt in zunehmenden Maße an Bedeutung mit Blick auf die Umsetzung technischer Möglichkeiten der Datensammlung und -speicherung. Die Auswertung von Daten gewinnt dabei neben der Datenintegration immer zunehmender an Bedeutung. Diese Datenanalyse und damit verbundene Extraktion höherwertiger Informationen im Rahmen von getesteten Hypothesen wird seit einer Reihe von Jahren unter den Forschungstermini der Data-Warehouse-Systeme und darauf aufsetzend der Verfahren zum Knowledge Discovery untersucht. Im Rahmen der Gesellschaft für Informatik e.V. (http://www.gi-ev.de) existieren drei Arbeitskreise, die sich zum Ziel gesetzt haben, diese sehr umfangreiche Problematik intensiv zu bearbeiten:

  • Arbeitskreis "Konzepte des Data-Warehousing"
    Dieser Arbeitskreis existiert im Wesentlichen seit 1997, ist organisatorisch innerhalb der Fachgruppe Datenbanken angesiedelt und widmet sich den Fraugestellungen, die mit Projektierung, tatsächlichem Aufbau und dem Betrieb von Data-Warehouse-Systemen in Zusammenhang stehen. Die thematische Ausrichtung des Arbeitskreises fokussiert dabei auf technologische Aspekte, wie die Nutzung der zugrunde liegenden Datenbankinfrastruktur, der Anbindung externer Spezialsoftware an Datenbanksysteme bzw. der Realisierung von Spezialoperatoren zur effizienteren Auswertung der typischerweise großen Datenbestände.
  • Arbeitskreis "Knowledge Discovery"
    Der ebenfalls in der Fachgruppe Datenbanken angesiedelte, im Jahre 2002 gegründete Arbeitskreis Knowledge Discovery fokussiert Methoden und Techniken zur Extraktion von Wissen aus den angesammelten Datenbeständen und ist somit einerseits als Ergänzung zum AK Konzepte des Data Warehousing zu sehen, spricht andererseits weitergehende Konzepte des Wissenserwerbs zum Beispiel auf Basis semistrukturierter Datenquellen wie beispielsweise Internetdatenquellen oder Dokumentensammlungen an. Wesentliche Themenfelder, die im Rahmen des Arbeitskreises intensiv diskutiert werden, sind somit Entwurfsmethoden für Knowledge Discovery Applikationen, der Einsatz von Metadaten zur Unterstützung des meist iterativen Prozesses des Wissenserwerbs und der Betrachtung von Vorgehensmodellen bzw. Kriterien bei der Werkzeugauswahl zur komplexen Datenanalyse.
  • Arbeitskreis "Modellierung und Nutzung von Data-Warehouse-Systemen"
    Der dritte Arbeitskreis, der sich im engeren Sinne mit der Sammlung und statistischen Auswertung von heterogenen Datenbeständen beschäftigt, kommt aus dem Bereich der Wirtschaftsinformatik und adressiert die Problematik des Einsatzes von Data-Warehouse-Systemen in synergetischer Form zu den zuvor genannten Arbeitskreisen aus betriebswirtschaftlicher Perspektive. Im Mittelpunkt der sowohl wissenschaftlichen als auch sehr praktisch ausgerichteten fachlichen Diskussion innerhalb des Arbeitskreises werden Themen wie die Modellierung und Nutzung von Data-Warehouse-Systemen u.a. aus dem Blickwinkel der Datenqualität und des Informationsbedürfnisses von Führungskräften untersucht. Darüber hinaus wird die Thematik der Data-Warehouse-Systeme im betriebswirtschaftlichen Kontext in Verbindung mit eCommerce, eBusiness und internetbasierte Anwendungen behandelt.

Neben der wissenschaftlichen Diskussion haben alle drei Arbeitskreise das erklärte Ziel, die Thematik auch im Kontext der industriellen Praxis voranzutreiben und eine Plattform für einen Interessensaustausch zu realisieren. Die Suche nach Synergien bietet sich darüber hinaus nicht nur innerhalb einzelner Arbeitskreise zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und industriellen Organisationen an, sondern auch zwischen den einzelnen Arbeitskreisen. Das vorliegende Heft dokumentiert die Ergebnisse eines gemeinsam durchgeführten Symposiums zum Themenkomplex Data-Warehouse-Systeme und Knowledge Discovery am 24.6.2004 im Entwicklungszentrum der T-Systems in Darmstadt. Die in diesem Band enthaltenen Beiträge haben einen Begutachtungsprozess erfolgreich durchlaufen und wurden mündlich im Rahmen eines Vortrags den Teilnehmern des Symposiums vorgetragen.

Nicht nur die Existenz, sondern auch die Vielzahl von interessanten und die hohe Qualität der eingereichten Beiträge zeugen von einer lebendigen wissenschaftlichen Community, die eine enge Verflechtung mit der Industrie aufweist.

Im Juni 2004

Wolfgang Lehner (TU Dresden)
Andreas Bauer (T-Systems)
Olaf Herden (Berufsakademie Horb)
Michael Böhnlein (T-Systems)

 

 

Last Update: August 29, 2011 22:27 CEST
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